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FAQ- zum Familiennachzug zum syrischen Flüchtling

FAQ

Eine Familienzusammenführung ist grundsätzlich nur für Mitglieder der Kernfamilie vorgesehen, also für Ehepartner und gemeinsame minderjährige Kinder sowie eigene minderjährige Kinder, für die der in Deutschland lebende Elternteil in der Regel das alleinige Sorgerecht ausübt. Dies gilt auch für syrische Flüchtlinge in Deutschland. Diese können, sobald sie vom BAMF als Asylberechtigte oder Flüchtlinge (nicht als sog. subsidiär Schutzberechtigte) anerkannt sind, den Nachzug ihrer „Kernfamilie“ beantragen.

Diese können den Familiennachzug nur unter den engen Voraussetzungen des § 36 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz beantragen. Nach dieser Vorschrift ist neben einem Nachweis über den gesicherten Lebensunterhalt für den Aufenthalt in Deutschland einschließlich ausreichenden Krankenversicherungsschutzes der Nachweis erforderlich, dass eine außergewöhnliche Härte für den Antragsteller selbst oder seinen in Deutschland lebenden Angehörigen vorläge, wenn der Familiennachzug nicht genehmigt würde. Flucht und Vertreibung durch einen Bürgerkrieg begründen keine außergewöhnliche Härte, da das Vorliegen einer außergewöhnlichen Härte konkret auf den individuellen Einzelfall bezogen dargelegt werden und sich auf die Familienbeziehung selbst beziehen muss (Pflegebedürftigkeit etc.).

Der Tatbestand der „außergewöhnlichen Härte“ nach § 36 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz wird von den deutschen Behörden streng ausgelegt – erfahrungsgemäß werden nur medizinische Fälle, bei denen eine Behandlung im Gastland unmöglich ist, oder Fälle, in denen das Gastland keine Betreuungsmöglichkeiten außerhalb der Familie bietet (dies ist z.B. bei geistig behinderten, volljährigen Kindern meist der Fall), als außergewöhnliche Härte akzeptiert. Diese Verwaltungspraxis wird von den deutschen Verwaltungsgerichten bestätigt.

Flucht und Vertreibung durch einen Bürgerkrieg begründen für sich genommen keine außergewöhnliche Härte, da das Vorliegen einer außergewöhnlichen Härte konkret auf den individuellen Einzelfall bezogen dargelegt werden und sich auf die Familienbeziehung beziehen muss. Gleiches gilt in Fällen finanzieller Not – dies kann z.B. durch Unterstützungszahlungen des Angehörigen aus Deutschland behoben werden, eine Einreise nach Deutschland ist hierfür nicht erforderlich.

Ja und nein. Eltern von minderjährigen Flüchtlingen haben das Recht auf einen Nachzug, es sei denn, es befindet sich bereits ein personensorgeberechtigter Elternteil in Deutschland. Geschwister haben keinen Anspruch auf den Nachzug, solange die Eltern nicht bereits in Deutschland sind und selbst als Asylberechtigte oder Flüchtlinge anerkannt wurden. Bis dahin gelten die Geschwister als „sonstige Familienangehörige“ mit den entsprechend anzuwendenden Regeln zum Familiennachzug. Wichtig: Der Anspruch der Eltern erlischt am 18. Geburtstag des Kindes unwiderruflich! Es gibt in diesen Fällen keine fristwahrende Antragstellung.

Für den Familiennachzug zu den Eltern ist entscheidend, dass bereits vor Volljährigkeit eine sogenannte fristwahrende Anzeige bei der Botschaft, der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland oder über das Internetportal (familyreunion-syria.diplo.de) abgegeben wurde. Wenn dies der Fall ist, geht die spätere Volljährigkeit (ggf. auch bereits bei Antragstellung), die unseren langen Wartezeiten geschuldet ist, nicht zu Lasten der Antragsteller. Tritt die Volljährigkeit hingegen vor der fristwahrenden Anzeige ein, dann wird das Kind wie ein „sonstiger Familienangehöriger“ behandelt.

Der Antrag kann grundsätzlich nur von beiden Eltern gemeinsam gestellt werden. Die Kinder können bei ihrer persönlichen Vorsprache jedoch von einem anderen Erwachsenen begleitet werden, dieser muss aber eine Vollmacht von beiden Eltern für die Beantragung des Visums vorlegen. Diese Vollmacht sollte die beglaubigten Unterschriften der Eltern tragen.

Wenn sich ein Elternteil bereits in Deutschland befindet, muss der andere Elternteil die Visumanträge der Kinder bei der Botschaft unterschreiben, auch wenn er selbst nicht mitreist, z.B. weil die Eltern geschieden sind. Sollte es nicht möglich sein, dass der andere Elternteil zur Botschaft kommt, muss eine schriftliche Genehmigung von dem anderen Elternteil dem Antrag beigefügt werden, die entweder bei einem Notar oder bei Gericht abgegeben wurde. Die Genehmigung muss im Original mit Übersetzung vorgelegt werden. Weil in Fällen einer Scheidung vom anderen Elternteil § 32 Abs. 4 Aufenthaltsgesetz einschlägig ist, kann ein Nachzug nur erfolgen, wenn dies zur Vermeidung einer besonderen Härte erforderlich ist. Ein sog. Härtefallschreiben ist daher bereits zur Antragstellung mitzubringen.

Indem Sie einen Termin zur Visumsbeantragung vereinbaren und am Tag Ihres Termins alle erforderlichen Unterlagen in die Botschaft mitbringen. Listen mit den erforderlichen Unterlagen und Antragsformulare finden Sie

hier.

Für Anträge auf Familienzusammenführung zum anerkannten Flüchtling handelt es sich um:

  ·         Terminbestätigungsmail der Botschaft

  ·         Ausdruck der fristwahrenden Anzeige im Hochformat in hochauflösender Druckqualität

  ·         Ausgefüllter und unterschriebener Visumantrag

  ·         Reisepass

  ·         Nachweise (legalisierte Urkunden) über die Familienzusammengehörigkeit zum Schutzberechtigten in Deutschland (Familienregister und Geburtsurkunden für die nachzugswilligen Kinder des Schutzberechtigten)

  Kopie des vollständigen BAMF – Bescheids des Schutzberechtigen

  Zusätzlich für nachziehende Ehegatten : legalisierte Heiratsurkunde, Ehevertrag (der außergerichtlichen Sheikh-Hochzeit bzw. der Eheschließung vor Gericht), die nachträgliche Ehebestätigung vor Gericht nebst –sofern genutzter- Vollmachten der Eheleute.

  Die fristwahrende Anzeige und den Visumantrag füllen Sie am einfachsten online aus unter

www.familyreunion-syria.diplo.de

Diese Liste ist nicht abschließend. In den jeweils geregelten gesetzlichen Fällen können weitere Dokumente erforderlich sein. Bitte prüfen Sie daher bitte Ihre Unterlangen sorgfältig anhand der ebenfalls auf der Homepage hinterlegten Merkblätter auf ihre Vollständigkeit!

Nein. Solange kein Visumsantrag gestellt wurde, können wir keine eingehenden Unterlagen zuordnen oder aufbewahren. Daher bitten wir Sie vor dem Termin der Beantragung keine Unterlagen zuschicken. Falls Unterlagen bei oder nach dem Termin nachgefordert werden, können Sie diese schicken, aber stets unter Angabe der Antragsnummer (diese befindet sich oben links auf Ihrem Kassenzettel über dem Namen des jeweiligen Antragstellers).

Ausschließlich in bar in libanesischen Pfund. Bitte beachten: Aufgrund wiederholter Fälschungen nehmen wir derzeit keine 100.000-LL-Scheine an.

Grundsätzlich gilt, dass Syrer den Visumsantrag in einem anderen Land außer den Nachbarstaaten Syriens, die Visa erteilen (d.h. Türkei, Jordanien und Libanon), nur dann stellen können, wenn sie dort ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Das wird in der Regel dann angenommen, wenn sie mindestens sechs Monate dort legal gelebt haben.

Eine Ausnahme gilt für Libanon: Da die deutsche Botschaft in Damaskus für den Besucherverkehr geschlossen ist, können syrische Staatsangehörige und palästinensische Volkszugehörige mit syrischen Reisedokumenten sowie Drittstaater mit Wohnsitz in Syrien sowie solche, die Familienzusammenführung mit einem syrischen Schutzberechtigten begehren, einen Antrag zur Visumantragstellung in Beirut (Standort: Rabieh) nach erfolgter Terminvergabe stellen.

Nein, dies ist nicht möglich. Das Visumsverfahren bleibt in der Verantwortung der Auslandsvertretung, bei der beantragt wurde.

Die Terminvergabe an der Botschaft Beirut erfolgt ausschließlich über das Internet unter www.beirut.diplo.de/termine .

1. Alle Personen, die vor dem 31. März 2016 eine Terminanfrage gestellt haben, wurden bereits über ihren konkreten Beantragungstermin  benachrichtigt.

2.  Für Personen, die vom 31.03.2016 bis zum 27.09.2016 ihre Terminanfrage an das Mailpostfach familiennachzug.syrien@auswaertiges-amt.de gesandt haben, aber bisher noch keine Benachrichtigung über ihren Beantragungstermin erhalten haben: Sie müssen nicht erneut tätig werden, sondern werden über den Beantragungstermin per Mail benachrichtigt. Zwischen der Versendung Ihrer Mail im oben genannten Zeittraum und der Benachrichtigung können jedoch aufgrund der hohen Nachfrage ca. 10 - 12 Monate liegen. Bitte sehen Sie von Rückfragen ab. Die Terminzuteilung  erfolgt weiterhin grundsätzlich in der Reihenfolge des Eingangs. Es ist sichergestellt, dass Ihre bereits gestellte Terminanfrage prioritär zu Neuanfragen bearbeitet wird. Bitte beachten:

Eine Benachrichtigung erfolgt ausschließlich

- entweder durch die International Organisation for Migration (IOM für Visumbeantragungstermine bei IOM in Chtoura (Nahe der Grenze Libanon/Syrien). Sie erhalten mit der Benachrichtigung auch alle Hinweise  zu Transportfragen ab der Grenze Libanon /Syrien und zu den vorzulegenden Unterlagen. Sie können IOM unter info.fap.lb@iom.int erreichen.

- oder über die Deutsche Botschaft Beirut für Visumbeantragungstermine in Beirut

Durch dieses Verfahren wird gesichert, dass möglichst viele Visumantragsteller ihren Antrag stellen können. Bitte beachten Sie, dass Ihre Terminzuteilung beim Einlass kontrolliert wird. Personen ohne vereinbarten Termin erhalten keinen Zugang zur Antragstellung. Vor der Inanspruchnahme von Dienstleistungen unseriöser Visabüros wird ausdrücklich gewarnt.

3. Für (alle anderen) Neubuchungen ist seit dem 28.09.2016 ein geändertes Buchungssystem eingerichtet.  Tragen Sie sich hierzu bitte in die Terminliste für den Familiennachzug zum Schutzberechtigten ein, über die ein Termin zur Beantragung eines Visums zum Familiennachzug zum anerkannten Flüchtling beantragt werden kann. Wann Ihr Termin stattfindet, wird Ihnen gesondert per E-Mail mitgeteilt.

Die bevorstehende Volljährigkeit des Kindes ist kein Grund für eine „Abkürzung“. Für den Familiennachzug ist entscheidend, dass bereits vor Volljährigkeit eine fristwahrende Anzeige bei uns eingereicht wurde, dann geht die spätere Volljährigkeit, die unserer langen Wartezeit geschuldet ist, nicht zu Lasten der Antragsteller. Der drohende Wehrdienst wird von den deutschen Verwaltungsgerichten nicht als fristverkürzender Sonderfall angesehen.

Wenn Ihr Kind in Deutschland bereits als Flüchtling anerkannt ist und kurz vor Erreichen der Volljährigkeit steht, senden Sie bitte eine E-Mail an

uma@beir.diplo.de

in der Sie diese besonderen Umstände darlegen.

Wenn Sie sich selbst in die Terminliste eingetragen haben (vor dem 28.09.2016 einen Termin selbst gebucht haben), erhalten Sie eine Bestätigungsmail der Botschaft, die Sie bitte zu Ihrem Termin mitbringen. Wenn Sie eine Agentur zur Terminvereinbarung beauftragt haben, kann nur diese Rückfragen zu ihrem Termin beantworten (etwa zu Terminbestätigungen und Stornierungen). Wir empfehlen daher immer, den Termin selbst zu buchen. Im Übrigens ist die Terminbeantragung direkt bei uns kostenlos. 

Wenn Sie selbst den Termin bei uns per E-Mail oder im Online-System beantragt haben, dann können Sie davon ausgehen, dass die Mail mit der Terminbestätigung echt ist. Wenn Sie den Termin über Dritte beantragt haben, können wir eine Fälschung der Terminbestätigung nicht ausschließen. Es sind wiederholt Fälle vorgekommen, in denen Antragsteller mit gefälschten Terminbestätigungen bei uns vorgesprochen haben – diese müssen wir leider zurückweisen. Wir empfehlen daher immer, den Termin direkt bei uns zu buchen. Nachfragen zur Echtheit eines Termins kann die Botschaft nicht beantworten. Wenn Sie Zweifel an der Zuverlässigkeit eines Dienstleisters haben, sollten Sie diesen nicht beauftragen.

Leider nein. Die Termine sind, um einen Handel mit Terminen zu unterbinden, strikt personengebunden. Das gilt auch, wenn der Inhaber des Termins ein Verwandter oder Freund von Ihnen ist – wir können von dieser Regel keine Ausnahme machen. 

Leider nein. Die Botschaft vergibt alle Termine restlos und kann für Personen, die ihren Termin – aus welchen Gründen auch immer – nicht wahrnehmen können, leider keine Sondertermine freihalten. Sie müssen auf regulärem Wege einen neuen Termin beantragen. Wir bitten um Betätigung des Stornolinks in der Terminbestätigung, damit wir den Termin an einen anderen Antragsteller vergeben können.

Nein. Ein zugewiesener Termin gilt ausschließlich für die Auslandsvertretung, für die er beantragt wurde. Kann dieser nicht wahrgenommen werden, muss er storniert und am anderen Standort ein neuer Termin beantragt werden.

Ja. Jeder Antragsteller – auch die mitbeantragenden Kinder - benötigt ausnahmslos einen eigenen Termin. Bei Beantragung des Termins über die Terminliste, registrieren Sie bitte jede Person einzeln, die einen Visumantrag stellen wird, unabhängig vom Alter der Person. 

Nein. Eine Verkürzung der Wartezeit durch Geldzahlung ist ausgeschlossen. Das Verfahren der Terminvergabe ist personalisiert und wird eng kontrolliert. Die Terminvergabe liegt ausschließlich in den Händen von entsandten Mitarbeitern des Auswärtigen Amts. Lokal Beschäftigte haben, anders als oft vermutet, keinerlei Einfluss.

Mit Agenturen, die im Auftrag von Antragstellern gegen Bezahlung Termine buchen oder andere, oft unseriöse Dienstleistungen anbieten, arbeitet die Auslandsvertretung nicht zusammen.

Teilweise bieten Agenturen bereits in der Vergangenheit auf einen anderen Namen gebuchte Termine zum Verkauf an. Mit einer solchen Terminbuchung Einlass zu begehren, ist illegal und verspricht keinen Erfolg. Vor dem Zugang in die Visastellen findet eine Eingangskontrolle statt. Nur solche Personen erhalten Zugang zur Visastelle, die einen Termin auf ihren Namen gebucht haben. Es ist nicht möglich, einen einmal gebuchten Termin auf eine andere Person zu übertragen.

Wenn Sie eine Agentur mit der Buchung eines neuen Termins auf ihren eigenen Namen beauftragen, ist dies nicht illegal, aber teuer. Sie können genauso gut selbst den Termin kostenlos unter www.beirut.diplo.de/termine beantragen und das Honorar für die Agentur sparen. Wenn Sie dennoch konkrete Hinweise auf Terminbetrügereien haben, informieren Sie uns bitte. Wir werden dem nachgehen.

Die Einreisevoraussetzungen in den Libanon liegen in der alleinigen Hoheit des Libanon. Grundsätzlich können Sie daher einreisen, wenn Sie die libanesischen Vorschriften für die Einreise erfüllen. Nach Erfahrung der Botschaft wird für den Grenzübertritt nach Libanon die automatische E-Mail mit der Terminbestätigung unserer Botschaft als Nachweis für Ihren Reisegrund akzeptiert – bitte nehmen Sie diese daher mit. Weitere Bestätigungen der Botschaft benötigen Sie dort nicht; und wir können diese auch auf Anfrage nicht ausstellen. Auch können wir Sie nicht bei der Grenze „anmelden“ – dies ist weder nötig noch möglich. Die weiteren Voraussetzungen für den Grenzübertritt müssen Sie selbständig erfüllen, dabei kann die Botschaft nicht helfen.

Ja, aber das Verfahren ist etwas anders. Wenn Sie im elektronischen Terminvergabesystem das Kästchen „I am Palestinian“ bzw. „Ich bin Palästinenser“ angekreuzt haben, dann wird Ihr Name automatisch auf einer Liste stehen, die die Botschaft einmal pro Woche kurz vor dem Termin an die libanesischen Behörden sendet. Daher ist es zwingend erforderlich, falls Sie oder die mit Ihnen beantragenden Kinder in Syrien lebende Palästinenser sind, dies in Ihrem Antrag entsprechend zu hinterlegen.

Leider nein. Es ist ausschließliche Sache von Libanon, darüber zu entscheiden, wer wann und wo ins Land gelassen wird. Diese souveräne Entscheidung können wir nicht beeinflussen.

Zur Beantragung eines Visums muss jeder Antragsteller einen aus deutscher Sicht gültigen syrischen Reisepass vorlegen. Es werden nur Pässe von staatlichen syrischen Passbehörden akzeptiert. Das sind die staatlichen Passbehörden in den syrischen Provinzhauptstädten (mit Ausnahme von Hasaka, Deirezzor, Raqa und Idlib, s.u.) sowie die Botschaften und Konsulate der Syrischen Arabischen Republik Syrien außerhalb Syriens. Pässe anderer Aussteller, selbst wenn sie dem ersten Anschein nach wie offizielle Pässe aussehen, können nicht akzeptiert werden. Jeder Antragsteller ist verpflichtet sicherzustellen, dass sein Reisepass von einer der genannten offiziellen Passbehörden ausgestellt ist. Dritten, die die Vermittlung von Reisepässen anbieten, ist nicht zu vertrauen.

Bitte achten Sie zusätzlich auf die ausreichende Gültigkeit der von Ihnen bei der Antragstellung vorgelegten Pässe.

Syrische Reisepässe, die ab dem 1.1.2015 in den Provinzen Deirezzor und Raqa sowie Provinz und Stadt Idlib ausgestellt worden sind, können nicht mit einem Visum versehen werden, da den deutschen Behörden über die Aussteller und die dort ausgegebenen Dokumente derzeit keine ausreichenden Erkenntnisse vorliegen. Syrische Pässe, die in von der terroristischen Organisation IS besetzten Gebieten ausgestellt wurden oder in Gebieten, die von anderen nicht offiziellen syrischen Organisationen verwaltet werden, werden von uns als ungültig angesehen. Hiervon betroffene Antragsteller werden gebeten, Pässe einer anderen ausstellenden Behörde (z.B. aus Damaskus oder einer syrischen Botschaft/Generalkonsulat) vorzulegen.

Wenn der Inhaber eines syrischen Reisepasses zehn Jahre oder älter ist, muss dieser die Unterschrift des Inhabers im Unterschriftsfeld tragen. Wenn das nicht der Fall ist, können Sie zu Ihrer passausstellenden Behörde gehen, Ihren Pass dort auf der letzten Seite unterschreiben und diese Unterschrift beglaubigen lassen. Erst dann ist eine Beantragung an der Botschaft möglich.

Alternativ können Sie die Unterschriften auch bei persönlicher Anwesenheit in der Botschaft am Schalter bei Antragstellung nachholen.

Bitte beachten Sie, dass Unterschriften der Eltern in den Pässen der Kinder nicht akzeptiert werden.

Es gilt, dass die Erteilung eines Visums nur dann möglich ist, wenn Sie einen gültigen und visierfähigen Reisepass haben. Hiervon kann nur in ganz seltenen Fällen abgewichen werden. Das ist der Fall wenn Sie nachweislich keinen Pass besitzen und ihn nicht auf zumutbare Weise erlangen können (§ 5 Abs. 1 Aufenthaltsverordnung). Nur weil ein Pass während des Aufenthalts außerhalb Syriens abgelaufen ist, verloren gegangen, weil ein junger Mann der Wehrpflicht unterliegt oder weil ein Reisepass Gebühren kostet, kann nicht auf die Vorlage eines Reisepasses verzichtet werden.

In absoluten Einzelfällen besteht die Möglichkeit, für die Beantragung des Visums einen Reiseausweis für Ausländer auszustellen. Hierfür müssen ausführliche Nachweise für die Unmöglichkeit der Beschaffung vorgelegt werden. Einzelheiten hierzu können nur im Rahmen der Beantragung des Visums geklärt werden.

Wenn Sie nachweisen können, dass Sie keinen Pass bekommen können, können Sie auch ohne Reisepass einen Termin vereinbaren.

Sie können sich an die syrische Auslandsvertretung in Beirut, Libanon wenden und dort einen Reisepass beantragen.

Die Bearbeitungszeit im Bereich der Familienzusammenführung zum Flüchtling in Deutschland beträgt derzeit sechs Monate, in Einzelfällen auch länger. Und bedenken Sie bitte: die Bearbeitung beginnt erst ab vollständiger Vorlage aller Unterlagen! Legen Sie daher alle Unterlagen vollständig vor, um eine zügige Bearbeitung zu gewährleisten. Spätere Nachforderungen verzögern den Antrag nur unnötig.

Wir arbeiten mit Hochdruck daran, diese Bearbeitungszeit durch mehr Personal zu beschleunigen. Sobald eine Antwort der Behörden in Deutschland vorliegt, werden wir uns mit dem Antragsteller in Verbindung setzen.

Eine globale oder individuelle Zustimmung der deutschen Ausländerbehörden haben sehr viele Antragsteller – dies können wir aus Gründen der Fairness nicht zum Anlass nehmen, um den einen oder anderen Antrag vorzuziehen. Auch hier gilt: first come, first served. Sobald der Einzelfall entschieden ist, kommt die Botschaft auf die Antragsteller zu. Daher wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wiederholte Nachfragen per E-Mail in diesem Zusammenhang nicht zur schnelleren Bearbeitung des Antrags führen können. Im Gegenteil verzögert dies die Bearbeitung Ihres und des Antrags aller anderen Antragsteller.

Die Bearbeitungszeit im Bereich Studium in Deutschland beträgt derzeit drei bis fünf Monate, in Einzelfällen auch länger.

Sobald es Neuigkeiten zu Ihrem Antrag gibt, wird die Botschaft Sie umgehend informieren. Bis dahin bitten wir von Sachstandsfragen abzusehen, sie verlängern die Bearbeitungszeit aller Anträge. Die Bearbeitungsdauer beträgt derzeit drei bis fünf Monate, in Einzelfällen auch länger.

Außerdem bitte beachten: Auskünfte in Visumangelegenheiten können aus Datenschutzgründen nur dem Antragsteller selbst oder dessen schriftlich Bevollmächtigten erteilt werden.

Bitte sorgen Sie dafür, dass Sie für uns per Telefon oder per E-Mail erreichbar sind. Sollte sich Ihre Erreichbarkeit ändern, teilen Sie dies bitte unter Angabe Ihrer Bearbeitungsnummer (links auf dem Kassenzettel über dem Namen des Antragstellers) per E-Mail an

visa@beir.diplo.de mit.

Die Unterlagen, die Sie für einen vollständigen Antrag vorlegen müssen, entnehmen Sie bitte den Merkblättern, die auf der Homepage der Botschaft hinterlegt sind. Die Botschaft prüft bei der Antragsannahme am Schalter, ob die Unterlagen vollständig sind, wenn nicht, besteht die Möglichkeit, Unterlagen nachzuliefern – dies verzögert aber die Bearbeitung Ihres Antrags, da erst ein vollständiger Antrag bearbeitet werden kann. Manchmal stellt die Botschaft erst im Laufe der Bearbeitung fest, dass Unterlagen fehlen oder zusätzliche Unterlagen erforderlich sind. In diesen Fällen wird sich die Botschaft bei Ihnen telefonisch melden.

Die Botschaft teilt Ihnen am Telefon mit, welche Unterlagen im Einzelnen fehlen. Zusätzlich wird Ihnen Ihre Vorgangsnummer genannt und eine Frist, bis zu der Sie die Unterlagen einreichen müssen. Die zusätzlichen Unterlagen können Sie bei IOM in Rabieh oder Chtoura abgeben oder per E-Mail an die Adresse info.fap.lb@iom.int schicken. Wenn Sie Unterlagen einreichen, achten Sie bitte darauf, dass Sie auch eine Kopie des Kassenzettels beifügen. Wenn es sich um eine Quittung von IOM handelt, bitten wir Sie, hier gesondert die Vorgangsnummer zu vermerken.

Die Botschaft teilt Ihnen am Telefon mit, welche Unterlagen im Einzelnen fehlen. Zusätzlich wird Ihnen Ihre Vorgangsnummer genannt und eine Frist, bis zu der Sie die Unterlagen einreichen müssen. Die zusätzlichen Unterlagen können Sie bei IOM in Rabieh oder Chtoura abgeben oder per E-Mail an die Adresse schicken. Wenn Sie Unterlagen einreichen, achten Sie bitte darauf, dass Sie auch eine Kopie des Kassenzettels beifügen. Wenn es sich um eine Quittung von IOM handelt, bitten wir Sie, hier gesondert die Vorgangsnummer zu vermerken.

Grundsätzlich können alle Arten von Urkunden über Personenstandsänderungen, also z.B. Heiratsurkunden oder Geburtsurkunden, weiterhin in Syrien beschafft werden. Sie können bei den entsprechenden Behörden in dem Ort, in dem sie registriert wurden, ausgestellt werden, oder beim Zentralregister in Damaskus. Die Urkunden können von den Betroffenen selbst oder von ihren Verwandten ersten Grades ohne weitere Vollmacht beantragt werden, oder es können Dritte mit der Beschaffung beauftragt werden. Falls Ihnen ein Dokument fehlt, das Sie nicht wieder beschaffen können (z.B. Heiratsvertrag), müssen Sie dies bei Antragstellung glaubhaft machen.

Öffentliche Urkunden (also z.B. Personenstandsurkunden wie Heirats- und Geburtsurkunden) werden von deutschen Behörden oder Gerichten oftmals nur dann anerkannt, wenn ihre Echtheit oder ihr Inhalt in einem besonderen Verfahren festgestellt worden ist. Hierfür gibt es international anerkannte Regeln. Für Sie am wichtigsten ist die sog. „Legalisation“, sprich die Bestätigung der Echtheit einer ausländischen öffentlichen Urkunde durch den deutschen Konsularbeamten, wenn die Urkunde in Deutschland verwendet werden soll.

Seit 01.12.2015 kann die Botschaft ausschließlich Personenstandsurkunden legalisieren – das heißt Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Registerauszüge und ähnliches. Bitte beachten: Das Familienbuch in Heftform ist keine Personenstandsurkunde und daher nicht legalisierbar, auch Heiratsverträge werden nicht legalisiert..

Die Legalisation von syrischen Urkunden, die keine Personenstandsurkunden sind, wurde mit Billigung des Auswärtigen Amts eingestellt. Die deutschen Innen- und Justizbehörden wurden unterrichtet. Diplome, Zeugnisse und andere Bescheinigungen aus Syrien können daher nicht mehr legalisiert werden. Aufgrund der Krise in Syrien ist ihre Echtheit und inhaltliche Richtigkeit nicht mehr durchgehend gewährleistet.

Ab dem 07. Dezember 2016 kann eine Antragstellung für die Legalisation syrischer Personenstandsurkunden nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen. Hierfür tragen Sie sich bitte in eine Terminliste ein. Diese finden Sie hier.

Antragsteller, die ohne einen Termin erscheinen, können leider keinen Einlass in die Botschaft erhalten.

Die Ausgabe der Urkunden erfolgt in der Regel am jeweils gleichen Tag um 15.00 Uhr am Außenfenster der Botschaft. Sie können Ihre Urkunden auch aus Deutschland per Post übersenden. Bei Übersendung aus Deutschland erhalten Sie nach Abschluss des Verfahrens eine Rechnung der Bundeskasse. Dabei fallen Portokosten in Höhe von 3,20 Euro bzw. 3,95 Euro (wenn mehr als eine Urkunde zurückgesendet wird) an. In welcher Form die Urkunden bei der Botschaft vorgelegt werden müssen, entnehmen Sie dem Merkblatt der Botschaft, welches sich auf der Homepage der Botschaft im Bereich „Legalisation“ (linke Randspalte) befindet.

Dies richtet sich danach, für welchen Zweck Sie die Urkunden benötigen. Die meisten Behörden in Deutschland erkennen Urkunden nur dann an, wenn sie legalisiert sind, z.B. wenn eine Geburt beurkundet werden muss. Die Botschaft fordert für das Visumverfahren oder die Beantragung von Reisepässen grundsätzlich legalisierte Urkunden, da so der Nachweis am einfachsten gelingt.

Welche Dokumente im Einzelnen eine Legalisation benötigen, entnehmen Sie bitte den entsprechenden Merkblättern.

Am besten noch vor Ausreise nach Deutschland. Urkunden, die Sie für die Beantragung eines Visums zum Familiennachzug zum anerkannten Schutzberechtigten (Asylberechtigter oder Flüchtling) bei der Botschaft Beirut benötigen, können Sie zusammen mit dem Visumantrag zur Legalisation einreichen. Sollten Sie diese bereits vorab legalisiert haben, können Sie diese antragsbegleitend vorlegen.

Nein. Die Legalisation syrischer Urkunden für die Verwendung in Deutschland kann nur bei der Deutschen Botschaft in Beirut vorgenommen werden. In Deutschland kann eine syrische Urkunde nicht legalisiert werden. Falls Sie Urkunden für einen Antrag bei einer Auslandsvertretung in der Türkei benötigen, können die Urkunden auch dort mit dem Antrag eingereicht werden.

Nein, es können auch Bevollmächtigte die Urkunden abgeben. Dann muss der Termin auf den Namen des Bevollmächtigten gebucht werden. Andernfalls kann der Bevollmächtigte keinen Zutritt zur Konsularstelle erhalten. ACHTUNG: Wenn Sie einen Bevollmächtigten zur Konsularstelle schicken, verlangt die Botschaft keine zusätzlichen Gebühren!

Ja. Sie können Ihre Urkunden auch aus Deutschland per Post oder per DHL übersenden.

Bei Übersendung aus Deutschland erhalten Sie nach Abschluss des Verfahrens eine Rechnung der Bundeskasse. Dabei fallen Portokosten in Höhe von 3,20 Euro bzw. 3,95 Euro (wenn mehr als eine Urkunde zurückgesendet wird) an. Die Rücksendung findet jedenfalls über die Deutsche Post per Einschreiben vom Auswärtigen Amt statt. Eine Rückübersendung per Kurierdienst ist nicht möglich. Bitte beachten Sie auch die Merkblätter der Botschaft zur Legalisation syrischer Urkunden.

Notwendige Legalisationen im Rahmen eines Antrags auf Erteilung eines Visums zum Familiennachzug zu einem in Deutschland anerkannten Schutzberechtigten (Inhaber eines Aufenthaltstitels gem. § 25 Abs. 1 oder Abs. 2 Aufenthaltsgesetz) sind seit dem 15.09.2015 kostenfrei. Sollten Sie weitere Urkunden einreichen, für deren Legalisation eine Gebühr erhoben werden muss, erhalten Sie eine Quittung über das gezahlte Geld und ggf. das Rückgeld.

Bei Abgabe von kostenpflichtig zu legalisierenden Urkunden bei der Botschaft muss die Gebühr in bar bezahlt werden. Die Botschaft Beirut kann nur libanesische Pfund annehmen. Bei der Übersendung per Post aus Deutschland erhalten Sie zusammen mit den Urkunden eine Kostenrechnung der Botschaft, die dann in Deutschland per Überweisung beglichen werden muss.

Alle Urkunden müssen übersetzt sein; die Übersetzung muss fest mit dem Original verbunden sein. Es ist nicht ausreichend, dass die Übersetzung mit einer Kopie der Urkunde verbunden ist.

Für die Botschaft ist eine Übersetzung in die deutsche oder englische Sprache erforderlich. Prüfen Sie jedoch, für welchen Zweck Sie die Urkunde benötigen und ob für die innerdeutsche Behörde eine Übersetzung in die englische Sprache ausreichend ist.

Alle per Post eingehenden Anfragen werden in der Reihenfolge des Eingangs abgearbeitet. Erfahrungsgemäß beläuft sich die Postlaufzeit aus Deutschland auf mehrere Wochen, hinzu kommt die aufkommensabhängige Bearbeitungszeit. Bitte sehen Sie daher von Sachstandsanfragen ab, bevor drei Monate nach Ihrer Absendung vergangen sind. Zu frühe Sachstandsanfragen verzögern die Bearbeitung aller Vorgänge, auch des Ihren.

Urkunden ohne Vorbeglaubigungsstempel des syrischen Außenministeriums können nicht legalisiert werden. Diese Vorbeglaubigung kann nicht durch andere Behörden, auch nicht die syrische Botschaft, vorgenommen werden. Bitte bedenken Sie, dass Urkunden auch von Dritten beim syrischen Außenministerium vorgelegt werden können. Eine persönliche Vorsprache des Urkundeninhabers ist hierfür nicht notwendig.

Es mehren sich die Hinweise, dass syrischen Staatsangehörigen, die auf dem Luftweg von Deutschland in den Libanon reisen, unter bestimmten Voraussetzungen bei Ankunft am einzigen internationalen Flughafen des Landes, dem Rafik Hariri International Airport in Beirut, die Einreise verwehrt wird. Dies betrifft laut einer der Botschaft vorliegenden Mitteilung der libanesischen Grenzpolizei Inhaber syrischer Pässe, die nur einen Ein- oder Ausreisestempel der Türkei enthalten, nicht aber das jeweilige Gegenstück. Findet sich nur einer der beiden Stempel im Pass, dann schließt die libanesische Grenzpolizei auf illegalen Grenzübertritt zu einem früheren Zeitpunkt und verwehrt die Einreise in den Libanon. Auch das Vorliegen eines Aufenthaltstitels für Flüchtlinge in Deutschland scheint hieran nichts zu ändern.

Syrer, denen die Ein- und Durchreise verwehrt wird, müssen zurück nach Deutschland fliegen. Aus diesem Grund verlangen Fluglinien auf dieser Strecke immer häufiger, dass die zu befördernden Personen ein Rückflugticket nach Deutschland gelöst haben. Personen, die im Transitbereich des Flughafens bleiben, sind von der Regelung nicht betroffen.

Die deutsche Botschaft ist zu diesem Thema im Gespräch mit den libanesischen Behörden, hat aber im Einzelfall keinen Einfluss auf die Entscheidung der hiesigen Grenzbehörden. Wir empfehlen Kontaktaufnahme mit der libanesischen Botschaft in Berlin bzw. der Fluglinie rechtzeitig vor Abflug.