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Libanon: Politisches Porträt

03.03.2026 - Artikel

Libanon ist eine parlamentarische Republik mit einem konfessionellen Proporzsystem. Das Land ist geprägt vom Zusammenleben unterschiedlicher Konfessionen im islamisch dominierten Nahen Osten. Insgesamt sind 18 Konfessionen staatlich anerkannt. Neben sunnitischen und schiitischen Muslimen gibt es einen bedeutenden Anteil von Christen.

Gemäß dem Ta’if-Abkommen von 1989, das den libanesischen Bürgerkrieg (1975-1990) beendete, ist der Staatspräsident traditionell ein maronitischer Christ, der Premierminister ein sunnitischer Muslim und der Parlamentspräsident ein schiitischer Muslim. Die 128 Parlamentssitze sind je zur Hälfte Christen und Muslimen vorbehalten.

Die innenpolitische Entwicklung des Landes steht in engem Zusammenhang mit regionalen Dynamiken, insbesondere mit dem Verhältnis zu Iran, zu den Golfstaaten sowie zu Israel. Von besonderer Bedeutung sind zudem die Beziehungen zu Syrien, das bis 2005 militärisch im Libanon präsent war und politischen Einfluss ausübte.

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