Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Legalisation

28.01.2019 - Artikel

Allgemeine Informationen

Es liegt im Ermessen der inländischen Behörde, der eine ausländische Urkunde vorgelegt wird, ob sie diese ohne weiteren Nachweis als echt ansieht (vgl. § 438 Abs. 1 Zivilprozessordnung).

Eine „Legalisation“ ist die Echtheitsbestätigung einer ausländischen Urkunde. „Legalisieren“ bedeutet also, eine Echtheitsprüfung durchzuführen. Wenn also beispielsweise eine libanesische Heiratsurkunde von der deutschen Botschaft Beirut legalisiert wurde, so kann ein deutscher Rechtsanwender davon ausgehen, dass derjenige, der die Urkunde ausgestellt hat, auch tatsächlich dazu befugt war. 

Die Urkunde kann also als echt angesehen werden. Die Legalisation sagt zunächst nichts über den Inhalt einer Urkunde aus. Da durch die Legalisation aber ein Anschein der inhaltlichen Richtigkeit erzeugt wird, werden Urkunden vor der Legalisation, sofern möglich, auch auf offensichtliche inhaltliche Unrichtigkeiten überprüft.

Termine

Die Botschaft Beirut legalisiert neben libanesischen Urkunden stellvertretend für die (geschlossene) Botschaft Damaskus auch syrische Personenstandsurkunden.

Urkunden, deren Legalisation im Rahmen des Visumverfahrens für den Nachzug zum anerkannten syrischen Flüchtling in Deutschland notwendig ist, können direkt beim Visumstermin am Visa-Schalter abgegeben werden. Bitte nutzen Sie diese Gelegenheit. Sie müssen Ihre Urkunden nicht schon vorher legalisieren lassen.

Die reguläre Entgegennahme von libanesischen und syrischen Urkunden kann ansonsten nur nach Terminvereinbarung erfolgen. Hierfür tragen Sie sich bitte in die Terminliste der Botschaft ein. Diese finden Sie hier.

Merkblätter und Checkliste zur Legalisation libanesischer und syrischer Urkunden

nach oben